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10. Workshop für Mitglieder des Netzwerkes und Interessierte am 4. Juli 2009


"Für immer Du" oder "Immer nur Du"?

Die Generation Benedikt beschäftigt sich auf ihrem X. Workshop am 4. Juli 2009 in Bonn mit Liebe, Partnerschaft, Ehe und Sexualität

Sie sind das "Thema Nummer eins", wenn es um Kirche und Moral geht: Liebe, Partnerschaft und Sexualität. Die jungen Menschen der Generation Benedikt haben sich zum Ziel gesetzt, ihrem Glauben und ihrer Kirche in der Öffentlichkeit ein authentisches Gesicht zu geben. Es versteht sich also von selbst, dass das Netzwerk sich mit dem beschäftigt, was Papst und Kirche zu diesem Themenkomplex zu sagen haben.

Und das ist mehr, als man annehmen mag. Diese These vertrat der erste Referent des Tages, der Kölner Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp. Der erste Mann der Kirchenverwaltung im Erzbistum hatte sich im Rahmen seiner Diplom- und Doktorarbeit mit der Theologie des Leibes von Papst Johannes Paul II. auseinandergesetzt. Mit Blick auf die öffentliche Vermittlung eben jener revolutionären anthropologischen Überlegungen, die Wojtyla-Biograph George Weigel als "noch nicht gezündete Bombe" bezeichnete, stellte Schwaderlapp der Kirche kein gutes Zeugnis aus. Über Jahre hinweg habe man sämtliche Diskussionen rund um Ehe- und Sexualmoral vermieden. Das Thema sei im kirchlichen Raum teilweise nicht mehr existent gewesen, was viel dazu beigetragen hätte, dass man sich heute frage, weshalb die Kirche sich überhaupt zu solchen Fragen äußere. Dem will Schwaderlapp entgegen wirken, auch mit einem eigenen Beitrag: So stellte er den 30 interessierten jungen Zuhörern sein Buch "Für immer Ja" vor. Das Buch, 2007 im Pattloch-Verlag erschienen, stelle seinen persönlichen Versuch dar, aufzuzeigen, dass im Antwortangebot der Kirche am meisten auf die tiefsten Sehnsüchte und Wünsche des Menschen eingegangen werde.

Von dem, wonach junge Menschen sich sehnen, handelte auch der zweite Vortrag des Tages. Der aus Heidelberg angereiste Dr. Markus Arnold zeigte Möglichkeiten auf, mit jungen Menschen über das Thema Partnerschaft und Lebensführung ins Gespräch zu kommen. Man müsse von dem ausgehen, wonach die Jugendlichen sich sehnten: Und das seien nach wie vor Glück in der Beziehung zu einem Partner, Treue, lebenslange Partnerschaft und Familie. Solche Lebensumstände stellten sich jedoch nicht von alleine ein, weshalb heute schon einen entsprechenden Lebenswandel an den Tag legen sollte, wer morgen gemäß seiner Träume leben wolle. Die Diskussion mit den Jugendlichen der Generation Benedikt komplettierte die von Arnold geschilderten Erfahrungen. Es wurde jedoch schnell deutlich, dass sich die Realität mit Blick auf Partnerschaft und Sexualität in einem rasenden Wandel befindet und bereits 10 bis 15 Jahre Altersunterschied eine realistische Einschätzung schwierig machen.

Der letzte Vortrag wollte eine Antwort geben auf die Frage, wie schon im Bereich der Sexualerziehung Sensibilität und Wertschätzung für die eigene Sexualität vermittelt werden können. Dazu stellte die Aachener Religionslehrerin Dorothee Cober das Konzept von TeenSTAR vor. Schnell wurde klar: Ob mit der eigenen Sexualität verantwortungsvoll umgegangen wird, liegt zu großen Teilen daran, wie man in frühester Jugend an das Thema herangeführt wird.


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