Veranstaltungen
3. Workshop für Mitglieder des Netzwerkes und Interessierte am 12. Januar 2008
Leitfrage des dritten Workshops war „Als Mann und Frau schuf er sie – oder was? Gender – die Debatte der Zukunft?“
Als erster Referent führte der Doktorand der Politischen Wissenschaft, Stefan Fuchs, die etwa 30 Teilnehmer mit einer anschaulichen Powerpoint-Präsentation in die Thematik ein. (Materialien sind erhältlich durch Anfrage per Mail an
ohm@generation-benedikt.de
Der Mensch, den Gott als „Mann und Frau“ erschuf, steht im Kontrast zum Menschen des Gender-Mainstreaming. Die Zweigeschlechtlichkeit wird dieser Weltanschauung zufolge als gesellschaftliche Indoktrination angesehen, die rein kulturell bzw. gesellschaftlich bedingt und veränderbar ist.
Der Referent ging auf die Hintergründe und Entwicklungsschritte der Gender-Theorie ein, die ihren Ursprung im radikalen Feminismus hat, ohne den Zielen einer gesunden Emanzipation bzw. eines natürlichen Feminismus noch nahezustehen.
Im zweiten Teil des Vortrages wurde die Haltung der Kirche zur Homosexualität thematisiert. Dabei wurde deutlich, dass die Punkte dazu im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK Ziffern 2357-2359) oft auf den letzten Punkt, die Ablehnung des Auslebens homosexueller Neigungen aufgrund des Widerspruchs zur im christlichen Menschenbild verankerten Zugewandtheit der beiden unterschiedlichen Geschlechter, reduziert wird.
An den Vortrag schloss sich eine lebendige Diskussion an.
Am Nachmittag berichtete Sebastian Grundberger über die andauernden Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Staat in Spanien vor den Wahlen.
Im Werkstattgespräch referierte Tobias Teuscher, Mitarbeiter am Europäischen Parlament in Brüssel/Straßburg, über „Gender als politische Wirklichkeit“. Er stellte die Arbeits- und Meinungsbildungsprozesse am Europäischen Parlament im Allgemeinen dar und wies auf konkrete Möglichkeiten politischer Partizipation hin.
Der nächste Workshop des Netzwerks Generation Benedikt soll am 03. Mai 2008 in Bonn stattfinden.
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