Aktuelles / Pressemitteilungen
Bonn, den 10.05.2010
Mitteilung an die Medien
Workshops der Generation Benedikt auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München
Vom 12. – 16. Mai 2010 findet in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt. Die Generation Benedikt wird auch vor Ort sein und lädt zur Diskussion ein. Dazu bietet das Mediennetzwerk die folgenden Workshops an:
Donnerstag, 13. Mai 2010, 20h – 22h:
Workshop gesellschaftliches Engagement: Christen in die Politik !?
Gast: Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein MdL, stellvertretender Vorsitzender der EKD (Nürnberg)
Moderation: Dr. Ralph Berger, Generation Benedikt (München)
Freitag, 14. Mai 2010, 20h – 22h:
Workshop Ökumene: Ausgangspunkte und Zielvorstellungen
Gast: Dr. Hinrich Bues (Hamburg), ehemaliger evangelischer Pastor und Publizist auf dem Weg nach Rom
Moderation: Nils Sönksen, Generation Benedikt (Bonn)
Samstag, 15. Mai 2010, 20h – 22h:
Workshop Interreligiöser Dialog: Unterschiedliche Herkunft – gemeinsame Ziele? Chancen und Grenzen des Dialogs der Religionen
Gäste: Kaan Mustafa Orhon (Bonn), Mitglied der Islamischen Hochschulvereinigung Bonn und Johanna Ohm (Bonn), Sprecherin der Generation Benedikt
Moderation: Carolin Rüber (Bonn)
Ort: Pfarrsaal der Gemeinde Heilig Geist, Prälat-Miller-Weg 3, 80331 München (U-Bahn-Haltestelle „Viktualienmarkt“, S-Bahn-Haltestelle „Marienplatz“)
Die „Generation Benedikt“ ist ein Mediennetzwerk von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus aller Welt, das aus dem Weltjugendtag 2005 in Köln hervorgegangen ist. Die Mitglieder der „Generation Benedikt“ versuchen ihr Leben am katholischen Glauben in seiner ganzen Bandbreite auszurichten wollen ihren persönlichen Glauben, ihre Beziehung zur Kirche und die daraus resultierenden Überzeugungen auch in der Öffentlichkeit bekennen, erklären und diskutieren.
Bonn, den 28.04.2010
Mitteilung an die Medien
Papst-Audienz zum Abschluss der Romreise
Generation Benedikt informiert sich in Rom aus erster Hand und diskutiert mit Kirchenvertretern und Journalisten
Eine Gruppe von 25 Mitgliedern der Generation Benedikt war vom 15. – 21. April 2010 in Rom und traf dort zu Gesprächen mit Mitarbeitern der Kurie und mit Journalisten deutscher Sender und Zeitungen zusammen. Anlass der Reise war der Geburtstag von Joseph Ratzinger am 16. April 2010, das fünfjährige Amtsjubiläum des Papstes am 19. April 2010 sowie die Beobachtung der Generation Benedikt, dass die Diskrepanz zwischen den römischen Verlautbarungen und der Resonanz in den deutschen Medien zunimmt. Neben Gesprächen im Staatssekretariat sowie beim Päpstlichen Hilfswerk Cor Unum absolvierte die Gruppe Begegnungen mit den Korrespondenten verschiedener TV- und Radiosender (ZDF, EWTN, Radio Vatikan, Deutschlandfunk) sowie von verschiedenen großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen (WELT, FAZ, Tagespost, Vatican-Magazin).
Generation Benedikt wird von Benedikt XVI. empfangen
Im Rahmen der Generalaudienz am Mittwoch, den 21. April 2010, wurde die Gruppe von Papst Benedikt XVI. empfangen. Drei Vertreter des Netzwerks nutzten die Gelegenheit, um dem Papst zum fünfjährigen Amtsjubiläum persönlich zu gratulieren und ihm dafür zu danken, dass er durch seine konsequente Orientierung an der Wahrheit die Glaubwürdigkeit der Kirche sicherstelle. Die Delegation der Generation Benedikt stimmte anlässlich des Geburtstags und des Jahrestags der Papstwahl mit anderen deutschen Pilgern das Segenslied „Viel Glück und viel Segen“ an. Der Papst war sichtlich erfreut über den Besuch der jungen Gläubigen aus allen Teilen Deutschlands. Er dankte für die andauernde Unterstützung bei der Wahrnehmung seines Amtes und für das zugesagte Gebet.
Die Vertreter der Generation Benedikt überreichten dem Heiligen Vater einen Brief der Gruppe, in dem es unter anderem heißt:
[…] Das fünfjährige Jubiläum Ihres segensreichen Pontifikats und damit verbunden auch unser fünfjähriges Bestehen sind der Anlass für unsere Pilger- und Informationsreise nach Rom. Wir sind hier her gekommen, damit wir Kraft aus dem Glauben schöpfen und Informationen aus erster Hand bekommen um auch in diesen turbulenten Zeiten weiterhin die Botschaft der Kirche authentisch und mit überzeugter Stimme zu vertreten. Um dies leisten zu können, vertiefen wir fortlaufend unser Wissen um Glaube und Kirche sowie den Umgang mit den Medien.
Viele Menschen in Deutschland und weltweit gründen ihr Vertrauen und ihre Hoffnung darauf, dass Sie, Heiliger Vater, standhaft Jesus Christus in den Mittelpunkt der menschlichen Suche nach Wahrheit stellen. Dabei können Sie auch in Zukunft auf uns zählen. […]
Für Rückfragen oder für Anfragen bez. Foto-Aufnahmen der Begegnung wenden Sie sich bitte an den Pressekontakt der Generation Benedikt, Nathanael Liminski, unter
liminski@generation-benedikt.de oder 0170/4405755.
Bonn, den 15.04.2010
Mitteilung an die Medien
Generation Benedikt vor Ort in Rom
Eine Gruppe von 30 Mitgliedern der Generation Benedikt wird von heute, Donnerstag, den 15. April 2010 bis Dienstag, den 20. April 2010 nach Rom reisen und dort zu Gesprächen mit Mitarbeitern der Kurie und mit Journalisten deutscher Sender und Zeitungen zusammenkommen. Anlass der Reise war der Geburtstag von Joseph Ratzinger am 16. April 2010, das fünfjährige Amtsjubiläum des Papstes am 19. April 2010 sowie die Beobachtung der Generation Benedikt, dass die Diskrepanz zwischen den römischen Verlautbarungen und der Resonanz in den deutschen Medien zunimmt.
Geplant sind Besuche und Gespräche im Staatssekretariat, im Medienrat des Heiligen Stuhls sowie beim Päpstlichen Hilfswerk Cor Unum. Darüber hinaus trifft die Gruppe Korrespondenten verschiedener TV- und Radiosender sowie von verschiedenen großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen.
Für eventuelle Rückfragen kontaktieren Sie vor Ort den Pressekontakt der Generation Benedikt, Herrn Nathanael Liminski, unter 0049 170 4405755 oder unter
liminski@generation-benedikt.de
Bonn, den 15.04.2010
Mitteilung an die Medien
Generation Benedikt in der Markus Lanz-Show
Der Mitbegründer und Sprecher der Generation Benedikt, Micha-Manuel Bues (25), diskutiert heute Abend in der Markus Lanz-Show mit.
Zeit und Sender: 23.15h – 00.20h im ZDF
Das Thema wird sein: "Fünf Jahre 'Wir sind Papst!'"
Beschreibung der Sendung durch die Redaktion:
„Joseph Alois Ratzinger, seit fünf Jahren das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, ist seit dem 19. April 2005 Benedikt XVI. Aktuell rangiert Benedikt auf Platz 11 der Forbes-Liste der mächtigsten Menschen auf unserem Planeten.
Deutschland titelte: "Wir sind Papst!" und Jugendliche aus aller Welt pilgerten zum Weltjugendtag nach Köln. Die Begeisterung für Benedikt XVI. und "unseren" Papst hat in den letzten Monaten jedoch scheinbar nachgelassen. Missbrauchsfälle im In- und Ausland haben das Ansehen der katholischen Kirche in Deutschland beschädigt, die Reaktion auf die entsprechenden Vorfälle waren Kritikern nicht weitgehend genug.
Was kann die Kirche für die Allgemeinheit im 21. Jahrhundert noch leisten? Oder handelt es sich um ein nicht mehr zeitgemäßes Modell?“
Die weiteren Gäste:
Michel Friedman, Journalist und Moderator
Uta Ranke-Heinemann, Theologin
Cosima Kiesner, Ordensschwester
Peter Seewald, Journalist
Bonn, den 15.03.2010
Mitteilung an die Medien
Erklärung der „Generation Benedikt“ zum Missbrauchsskandal
Aufklärung statt Politik!
Der aktuelle Missbrauchsskandal in Deutschland erschüttert die Katholische Kirche in mehrfacher Hinsicht.
Die meisten der bisher ans Tageslicht gekommenen sexuellen Übergriffe auf wehrlose Kinder und Jugendliche haben in Einrichtungen in katholischer Trägerschaft stattgefunden. Die Täter haben unermessliches Leid verursacht, das weder nachträglich ungeschehen gemacht werden noch durch Sach- oder Therapieleistungen vollständig wieder gut gemacht werden kann. Es ist mehr als verständlich, dass das schuldhafte und beschämende Verhalten von Priestern und Mitarbeitern der katholischen Einrichtungen viele Menschen in ihrer Beziehung zur Katholischen Kirche verunsichert und erschüttert hat. Angesichts des lange praktizierten Schweigens und der entweder gar nicht oder nicht ausreichend erfolgten innerkirchlichen Aufarbeitung über Jahrzehnte hinweg geht die „Generation Benedikt“ davon aus, dass das volle Ausmaß des geschehenen Unrechts noch nicht bekannt ist und weitere Missbrauchsfälle aufgedeckt werden. Es ist zuallererst im Sinne der Opfer, aber auch zum langfristigen Guten der Kirche, dass so viele dieser Verbrechen wie möglich ans Tageslicht kommen und im Rahmen ihrer umfassenden Aufarbeitung so viel Gerechtigkeit – wie es eben nachträglich noch möglich ist – geübt werden kann. So wie den Tätern die persönliche Konfrontation mit ihrer Schuld nicht vorenthalten werden darf, werden sich die Mitarbeiter in kirchlichen Führungsfunktionen für den ungenügend umsichtigen Umgang mit den ihnen bekannten Verbrechen der ihnen unterstellten Mitarbeiter verantworten müssen.
Neben dieser voraussichtlich noch lange andauernden Erschütterung durch die späte Aufdeckung der in kirchlichem Kontext begangenen Missbrauchsverbrechen ist die Katholische Kirche in Deutschland derzeit außerdem den politisch motivierten Vorstößen verschiedener gesellschaftlicher und kirchlicher Gruppierungen ausgesetzt. Die „Generation Benedikt“ unterstützt alles, was der Aufklärung der Verbrechen und der Herstellung maximaler Gerechtigkeit für die Opfer dient. Parteipolitische wie kirchenpolitische Debatten auf dem Rücken der Opfer lehnt sie jedoch ab. Wer sich wie Frau Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger vor allem auf die einseitige Identifizierung der Katholischen Kirche als Täter konzentriert, ist zu Recht dem Verdacht ausgesetzt, kein glaubwürdiger Vertreter der Interessen aller Opfer zu sein. Wer wie die Laienorganisation „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZDK) in diesem Zusammenhang eine Überprüfung des Zölibats anmahnt, nimmt wissentlich in Kauf, dass damit der wissenschaftlich verneinte Zusammenhang zwischen Zölibat und Pädophile als irrige Vermutung in der Öffentlichkeit weiterbesteht und trägt so zum Generalverdacht des Berufsstands der Priester bei. Wer wie die Vereinigungen „Kirche von unten“ oder auch der „Bund der katholischen Jugend“ (BDKJ) "endlich" ein Wort des Papstes einfordert, dem muss mindestens ein mangelhaftes Medienverhalten unterstellt werden, angesichts der zahlreichen dokumentierten Äußerungen von Papst Benedikt XVI. zur Problematik des Missbrauchs:
- Am 15. Februar 2010 bezeichnete Papst Benedikt XVI. den sexuellen Missbrauch von Kindern und jungen Menschen als ein „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ und als eine „schwere Sünde“. In diesem Zusammenhang forderte er die Bischöfe dazu auf, „die Probleme der Vergangenheit mit Bestimmtheit und Entschlossenheit anzugehen und der aktuellen Krise mit Ehrlichkeit und Mut zu begegnen.“ (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 15. Februar 2010)
- Auf der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie am 8. Februar 2010 stellte Papst Benedikt XVI. ausdrücklich klar, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern und jungen Menschen ein „Verhalten [sei], bei dem die Kirche nicht versäumt und auch in Zukunft nicht versäumen wird, es zu missbilligen und es zu verurteilen." (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 8. Februar 2010)
- Noch deutlicher wurde Papst Benedikt XVI. in seinen Stellungnahmen zu diesem Thema im Jahr 2008 im Rahmen seiner Reise in die USA: „Ich bin ich mir auch des Schmerzes bewusst, den die katholische Kirche in Amerika als Folge des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger erfahren hat. Keines meiner Worte könnte die durch einen solchen Missbrauch zugefügten Schmerzen und Leiden beschreiben. […] Auch kann ich den in der Gemeinschaft der Kirche entstandenen Schaden nicht angemessen in Worte fassen. Große Anstrengungen sind schon unternommen worden […] Dieses Bemühen, die Kinder zu schützen, muss weitergeführt werden. Gestern habe ich mit euren Bischöfen darüber gesprochen. Heute möchte ich jeden von euch ermutigen, alles in eurer Macht Stehende zu tun, um Heilung und Versöhnung zu fördern, und denen beizustehen, die verletzt worden sind.“ (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 17. April 2008).
- Ferner unterstrich Papst Benedikt XVI. in einem Interview am 15. April 2008 die absolute Notwendigkeit einer lückenlosen Aufklärung der sexuellen Übergriffe und dass Priester mit pädophilen Neigungen aus der Kirche auszuschließen seien: „Es ist ein großes Leid für die Kirche in den Vereinigten Staaten und für die Kirche im allgemeinen, auch für mich persönlich, dass dies [die sexuellen Übergriffe auf Kinder und junge Menschen] geschehen konnte. Wenn ich die Geschichte dieser Vorkommnisse betrachte, fällt es mir schwer, zu verstehen, wie Priester so sehr in ihrer Sendung versagen konnten, diesen Kindern das Heil und die Liebe Gottes zu bringen. Ich bin beschämt, und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass so etwas in Zukunft nicht wieder geschieht. […] Wir werden Pädophile unbedingt vom Priesteramt ausschließen; das ist absolut unvereinbar, und wer wirklich schuldig ist, ein Pädophiler zu sein, kann kein Priester sein. […] Nur Personen, die in gesunder Verfassung sind, können zum Priestertum zugelassen werden, nur Personen mit einem tiefen persönlichen Leben in Christus, die auch ein tiefes sakramentales Leben haben. Ich weiß also, dass die Bischöfe und die Spirituale der Priesterseminare alles tun werden, was in ihren Kräften steht, um zu einer wirklich sehr strengen Entscheidungsfindung zu gelangen, denn es ist wichtiger, gute Priester zu haben als viele Priester.“ (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 15. April 2008).
Der Papst hat also bereits seit Jahren – unabhängig von den aktuellen Missbrauchsfällen – eine lückenlose und aktive Aufklärung der sexuellen Übergriffe von Priestern gefordert. Die kirchlichen Führungsstrukturen wären gut beraten gewesen, ihre Aufklärungsarbeit noch konsequenter an diesen Vorgaben auszurichten. Angesichts des Leids der Opfer und des offensichtlichen Versagens kirchlicher Strukturen hält die „Generation Benedikt“ Diskussionen über die Frage, ob eine mögliche Ursache der Vergehen in der sexuellen Revolution liegen könnte, mindestens für unangebracht. Alle Kirchenmitglieder und insbesondere die Bischöfe stehen als Kirche in Deutschland in der Pflicht, es nicht bei der Aufarbeitung der bisher aufgedeckten Verbrechen zu belassen, sondern zu einer umfassenden, aktiven Aufklärung auch weiterer Vergehen beizutragen und neue Instrumente dafür zu entwickeln, dass Missbrauch in allen Formen künftig verhindert und der kirchliche Umgang mit dennoch begangenen Taten immer im Sinne der Opfer gestaltet wird. Die „Generation Benedikt“ stellt die bescheidenen Kapazitäten und Kompetenzen ihrer Jugendinitiative für diese Arbeit zur Verfügung. Der „Generation Benedikt“ geht es um die Glaubwürdigkeit der Kirche, die den Dienst an den Menschen wahrnehmen können muss, für den sie gestiftet worden ist.
Die Jugendlichen der „Generation Benedikt“ gewinnen den traurig stimmenden Eindruck, dass viele an der Debatte über die Missbrauchsfälle beteiligten Personen und Organisationen zunehmend die eigentlichen Opfer aus dem Auge verlieren und in der öffentlichen Empörung über die tatsächlich erschütternden Missbrauchsfälle eine Gelegenheit für (kirchen-) politische Debatten sehen. Nicht zuletzt im Namen der zum Zeitpunkt meist jugendlichen Opfer fordert die „Generation Benedikt“: Aufklärung statt Politik!
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Herr M. Bues
Email:
bues@generation-benedikt.de
Mobiltelefon: 0176 / 23528506
weitere Pressemitteilungen im Archiv >>